Wandern in Seefeld
650 km Wanderwege auf Tirols Hochplateau
Wandern in Seefeld bedeutet: 650 Kilometer markierte Wanderwege auf 1.180 Metern Höhe, eingebettet zwischen dem Naturpark Karwendel, dem Wettersteingebirge und der Mieminger Kette. Vom barrierefreien Wildsee-Rundweg bis zur Königstour über Seefelder Spitze und Reither Spitze, von der Leutascher Geisterklamm bis zum Möserer See – Tirols Hochplateau ist eine der vielseitigsten Wanderregionen Österreichs. Das AlpenParks Alpina Seefeld liegt in der Geigenbühelstraße, wenige Gehminuten von der Talstation der Bergbahnen Rosshütte entfernt, dem Hauptausgangspunkt für die schönsten Bergtouren der Region.
Warum Seefeld eine tolle Wanderregion ist
Die Region Seefeld – Tirols Hochplateau verbindet die fünf Orte Seefeld, Leutasch, Mösern, Reith und Scharnitz auf einem sonnigen Hochplateau. Die Lage auf rund 1.200 Metern hat einen entscheidenden Vorteil: angenehme Temperaturen auch im Hochsommer, kürzere Anstiegszeiten zu den Gipfeln und Wanderstart praktisch direkt vor der Haustür. Wer in Seefeld Urlaub macht, muss nicht erst ins Tal fahren, um in die Berge zu kommen – die Berge fangen hier an.
Die wichtigsten Fakten zur Wanderregion auf einen Blick:
- 650 km markierte Wanderwege
- 200 genehmigte Forstwege
- rund 60 bewirtschaftete Almen und Hütten
- Höhenlage 1.180 m bis 2.592 m (Hohe Munde)
- Drei umliegende Gebirgsregionen: Karwendel, Wetterstein, Mieminger Kette
- Tor zum größten Naturpark Österreichs (Alpenpark Karwendel)
- Etappen von Adlerweg, Via Alpina, E4-Fernwanderweg und Jakobsweg führen durch die Region
Die schönsten Wanderungen rund um Seefeld
Hier eine Auswahl aus den beliebtesten Touren, sortiert nach Schwierigkeitsgrad.
Für Familien und Genusswanderer (leicht)
- Wildsee-Rundweg, Seefeld Die klassische Einstiegswanderung direkt vom Resort aus: rund 4,7 km, etwa 1:30 h, kaum Höhenmeter. Führt am Seeufer entlang, durch das Reither Moor und am Eichhörnchenwald vorbei. Mit Strandbad „Strandperle", Kneippanlage und Spielplatz – perfekt für Familien. Auch mit Kinderwagen begehbar.
- Möserer See – der wärmste Badesee Tirols Vom Resort zum Möserer See auf rund 1.290 m: idyllisch im Wald gelegen, im Sommer bis zu 24 °C warm. Vom Parkplatz in Mösern in etwa 15 Minuten erreichbar; ab Seefeld längere Wanderung möglich. Rundweg um den See ca. 3 km, 1 Stunde, gut auch mit Kindern und Kinderwagen.
- Bodenalm bei Seefeld Die niedrigstgelegene Alm im Karwendel, vom Ortszentrum in etwa einer Stunde leicht bergab erreichbar. 5,6 km Rundwanderung, 120 Höhenmeter. Hausgemachtes Essen, Spielplatz, viele Tiere. Mit Kinderwagen machbar.
- Friedenswanderweg zur Friedensglocke Mösern Themenweg mit sieben Stationen zur größten freistehenden Glocke des Alpenraums. Täglich um 17:00 Uhr läutet die Glocke – ein besonderer Moment mit Blick ins Inntal.
- Drei-Seen-Wanderung am Seefelder Plateau Rundtour zu Möserer See, Lottensee und Wildmoossee. Etwa 3 Stunden, leichte Wege. Lotten- und Wildmoossee sind aperiodisch und nicht jedes Jahr zu sehen – ein geologisches Phänomen.
Für ambitionierte Wanderer (mittel)
- Seefelder Spitze (2.221 m) – die einfachste 2.000er-Tour Mit der Standseilbahn der Bergbahnen Rosshütte bis zum Seefelder Joch (2.064 m), von dort über den Panoramaweg zum Gipfel. Reine Gehzeit ab Seefelder Joch ca. 30–40 Minuten, herrlicher Rundumblick zu Zugspitze, Karwendel, Inntal. Ideal als erster Tiroler 2.000er.
- Nördlinger Hütte (2.238 m) Die höchstgelegene Schutzhütte im Karwendel. Aufstieg ab Seefeld über die Reitherjoch Alm: rund 6 km, 1.050 Höhenmeter, etwa 3:30 h. Wer es kürzer mag, fährt mit der Härmelekopfbahn hinauf und geht entspannt zur Hütte.
Hinweis: Die Nördlinger Hütte ist aufgrund von Sanierungsarbeiten ab September 2026 bis zum Saisonstart 2028 geschlossen. - Eppzirler Alm Urige Alm im Karwendel, ein Klassiker für Genusswanderer und Familien mit größeren Kindern. Anstieg über das Eppzirlertal von Gießenbach – schöne Hochtal-Atmosphäre.
- Brunschkopf Leichte bis mittelschwere Wanderung zur Panoramakanzel mit Blick auf Karwendel und Wettersteingebirge.
Für Gipfelstürmer und Bergerfahrene (schwer)
- Königstour: Seefelder Spitze – Reither Spitze – Nördlinger Hütte Die klassische Überschreitung im westlichen Karwendel. Mit Seilbahnunterstützung: ca. 4,7 km, 470 Höhenmeter Aufstieg, 3 Stunden. Mit vollem Aufstieg von Seefeld: rund 14 km und 1.300 Höhenmeter. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, teilweise seilgesicherte Passagen.
- Reither Spitze (2.374 m) Höchster Gipfel im direkten Umfeld von Seefeld, bekannt für 360-Grad-Panorama. Anspruchsvolle Bergtour, einige seilgesicherte Stellen im Aufstieg.
- Karwendelmarsch (35 km) Die legendäre Strecke von Scharnitz über das Karwendelhaus und die Falkenhütte in die Eng. Jährlicher Marsch mit großem Teilnehmerfeld – die Strecke ist auch außerhalb dieses Events ein lohnendes Ziel für Trailrunner und Bergwanderer.
Klammwanderungen
- Leutascher Geisterklamm Eines der bekanntesten Wandererlebnisse der Region. Über 800 m Stahlsteg führen 23–43 Meter über der tosenden Leutascher Ache durch die Schlucht. Der Themenweg „Die Sage vom Klammgeist" macht die Wanderung zu einem Erlebnis für Kinder und Erwachsene. Vier verschiedene Rundwege, darunter eine 500 m lange barrierefreie Variante. Eintritt kostenlos. Geöffnet von Mai bis Ende Oktober.
- Gleirschklamm Die weniger bekannte, naturbelassenere Alternative zur Leutaschklamm – für erfahrenere Wanderer.
Die Bergbahnen Rosshütte – Wanderstart direkt am Resort
Die Talstation der Bergbahnen Rosshütte liegt in wenigen Minuten Fußweg vom AlpenParks Alpina Seefeld entfernt.
Von hier starten viele der schönsten Touren – mit Standseilbahn, Härmelekopfbahn und Verbindungsbahn zum Seefelder Joch. Wer keine 1.000 Höhenmeter zum Gipfel laufen möchte, lässt sich auf 2.064 m fahren und genießt das Hochgebirge mit geringerem Aufwand. Für Familien mit Kindern ist das ein entscheidender Komfortfaktor.
Almen und Hütten – wo die Einkehr Pflichtprogramm ist
Rund 60 bewirtschaftete Almen und Hütten verteilen sich über die Region. Eine Auswahl beliebter Einkehrziele:
- Nördlinger Hütte (2.238 m) – Karwendel, höchstgelegene Hütte, sanierungsbedingt 2026–2028 geschlossen
- Rosshütte (1.760 m) – direkt an der Bergstation der Standseilbahn
- Reitherjoch Alm – Karwendel, Tiroler Schmankerln
- Wildmoosalm – im Landschaftsschutzgebiet Wildmoos
- Eppzirler Alm – im urigen Eppzirlertal
- Bodenalm – niedrigstgelegene Alm im Karwendel, familienfreundlich
- Gaistalalm und Hämmermoosalm – Almenparadies im Gaistal/Leutasch
- Hocheggalm – im Skigebiet Rosshütte
- Sonnenalm – am Gschwandtkopf
Wandern mit Kindern
Die Region Seefeld ist eine der familienfreundlichsten Wanderregionen Tirols. Was sie besonders auszeichnet:
- Themenwege mit Geschichten: Leutascher Geisterklamm, Friedenswanderweg, Steinkreis am Pfarrhügel
- Kinderwagentaugliche Wege: Wildsee-Rundweg, Bodenalm, Möserer See, Friedensglocke
- Bergbahnen verkürzen Anstiege: Wer nicht 1.000 Höhenmeter laufen will, nutzt Rosshütte oder Gschwandtkopf
- Badeseen für Pausen: Möserer See, Wildsee
- Sigi's Sauhaufen: kostenloser Streichelzoo im Ort, perfekter Programmpunkt nach einer Wanderung
Ihr Wanderquartier im AlpenParks Alpina Seefeld
Das Resort liegt in der Geigenbühelstraße 125 – fußläufig zur Talstation der Rosshütte-Bahnen, zum Wildsee und zum Ortszentrum Seefeld. Die Lage ist ideal als Basislager für Wanderurlaub: zu Fuß starten oder mit dem Seefelder Dorfbus zu allen wichtigen Ausgangspunkten in Leutasch, Mösern, Reith und Scharnitz.
Was Ihr Wanderurlaub bei uns bietet:
- Moderne Chalets und Apartments für 1–8 Personen
- 11 Einheiten mit privater Sauna, 6 mit Infrarotkabine – Regeneration nach der Bergtour direkt im Apartment
- Öffentlicher Saunabereich mit Finnischer Sauna, Biosauna, Dampfbad und Ruheraum für alle Hausgäste
- PlateauCard inklusive: kostenlose Nutzung aller Regionalbusse und der Bahn Seefeld–Scharnitz, Ermäßigungen, Erlebnisprogramm
- Voll ausgestattete Apartments mit Küche – perfekt für Wanderurlauber, die flexibel essen wollen
- Bistro mit Frühstück, ideal vor dem Tourstart
Häufige Fragen zum Wandern in Seefeld
Wie viele Wanderwege gibt es in der Region Seefeld?
Die Region Seefeld bietet rund 650 Kilometer markierte Wanderwege sowie 200 genehmigte Forstwege.
Wann ist die beste Wanderzeit in Seefeld?
Die Hauptsaison reicht von Mai bis Oktober. Die Klammen sind in der Regel von Mai bis Ende Oktober geöffnet. Höhere Touren wie Königstour, Reither Spitze oder Hohe Munde sind meist von Juni bis Anfang Oktober ohne Restschnee begehbar. Die Bergbahnen Rosshütte haben Sommerbetrieb in der Regel von Ende Mai bis Anfang November.
Welche Wanderung ist die schönste für Familien?
Beliebt sind der Wildsee-Rundweg in Seefeld, die Leutascher Geisterklamm mit Themenweg, die Bodenalm und der Möserer See. Alle sind für Familien gut machbar, mehrere auch mit Kinderwagen.
Welche ist die einfachste 2.000er-Tour?
Die Seefelder Spitze (2.221 m) mit Auffahrt zur Bergstation der Standseilbahn und kurzem Aufstieg zum Gipfel. Reine Gehzeit ab Seefelder Joch etwa 30–40 Minuten.
Wie hoch sind die höchsten Gipfel der Region?
Hohe Munde 2.592 m, Reither Spitze 2.374 m, Seefelder Spitze 2.221 m. Klassische Bergziele, die direkt von Seefeld aus erreichbar sind.
Ist die Leutascher Geisterklamm für Kinder geeignet?
Ja. Die Stahlstege sind durchgehend gesichert, vier verschiedene Rundwege ermöglichen eine altersgerechte Tourwahl, eine 500 m lange Variante ist barrierefrei. Der Themenweg „Die Sage vom Klammgeist" macht die Wanderung zu einem Erlebnis für Kinder.
Brauche ich ein Auto für den Wanderurlaub in Seefeld?
Nein. Die PlateauCard, die Sie bei Check-in kostenlos erhalten, gilt als Busticket für alle Regionalbusse und die Zugstrecke Seefeld–Scharnitz. Viele Wanderungen starten direkt im Resort oder sind per Bus erreichbar.
Welche Hütten kann ich in Seefeld besuchen?
Rund 60 bewirtschaftete Almen und Hütten verteilen sich über die Region – darunter Nördlinger Hütte, Rosshütte, Reitherjoch Alm, Eppzirler Alm, Wildmoosalm, Bodenalm und viele mehr.
Gibt es Fernwanderwege, die durch Seefeld führen?
Ja. Etappen des Tiroler Adlerwegs, der Via Alpina, des Europäischen Fernwanderwegs E4 und eine Variante des Jakobswegs von München nach Telfs führen durch die Region.